Freitag, 22. September 2017
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Programmpreis Privatschule

Zahlungsbedingungen, Rechnung, Kündigungsfrist


 

Wie geben Beratungsagenturen ihren Programmpreis an?

 

Die große Mehrheit der deutschen Beratungsagenturen weist die anfallenden Kosten nach einem der beiden im Folgenden beschriebenen Modelle aus, wobei es natürlich "Mischformen" oder Abweichungen geben kann. Keins der beiden Modelle ist "besser" oder "schlechter" als das jeweils andere. Vielleicht erscheint der einen Familie jedoch eines der beiden Modelle als das Modell, das besonders gut den eigenen Vorstellungen entspricht.

 

 

Modell A:

 

Pauschaler Programmpreis ohne Aufschlüsselung der einzelnen Kostenfaktoren; enthaltene Leistungen sind:

 

- Betreuung des Bewerbungsprozesses und Vermittlung an eine Schule
- Schulgebühren ("tuition fees")
- Kosten für Unterkunft und Verpflegung (Boarding / Gastfamilie)
- eventuell An- und Abreise
- eventuell Versicherungen
- eventuell Vorbereitungs- oder Nachbereitungsveranstaltungen.

 

Der Anbieter stellt eine Gesamtrechnung in Euro aus, die auf der Grundlage seiner Zahlungsbedingungen zu begleichen ist. Die Anbieter (Modell A) sind häufig Reiseveranstalter nach deutschem Recht und stellen in diesem Fall vor der ersten Zahlung einen Reisesicherungsschein gemäß § 651k des Bürgerlichen Gesetzbuches aus. Falls der Anbieter seine Leistungen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz nicht durchführen kann, gewährleistet ein Sicherungsschein die Erstattung aller an den Anbieter gezahlten Beträge durch ein Versicherungsunternehmen.

 

 

Modell B:

 

Einzelpreis, also Aufschlüsselung der folgenden Kostenfaktoren:

 

- Beratungs- bzw. Bearbeitungsgebühr für die Betreuung des Bewerbungsprozesses und Vermittlung an eine Schule
- Schulgebühren ("tuition fees")
- Kosten für Unterkunft und Verpflegung (Boarding / Gastfamilie)
- eventuell Vorbereitungs- oder Nachbereitungsveranstaltungen.

 

Die Organisation der An- und Abreise und das Abschließen notwendiger Versicherungen erfolgt eigenständig. Üblicherweise kann der Anbieter des Modells B jedoch Tipps oder Hilfestellung geben. Die Beratungsagentur erstellt eine Rechnung (in Euro) über den Betrag der Beratungs- bzw. Bearbeitungsgebühr. Die Rechnung über die Schulgebühren wird meist von der Gastschule in der Landeswährung des Gastlands ausgestellt. Auch die Gebühren für Unterkunft und Verpflegung werden häufig direkt an die Schule oder den Vertragspartner gezahlt.

 

 

Zahlungsmodalitäten Privatschulaufenthalt

 

Bevor die endgültige Entscheidung fällt, bleibt zu klären, bis zu welcher Frist die Programmgebühren (Modell A) bzw. die Schulgebühren (Modell B) fällig sind und ob die gesamte Summe vor bzw. zu Beginn des Aufenthalts zu zahlen ist. Zahlt man die Schulgebühren direkt an die ausländische Gastschule (so in der Regel üblich im Fall von Modell B), hängt es vom Gastland und den gültigen Visabestimmungen ab, ob die Gebühren als Gesamtsumme überwiesen werden müssen oder ob in Raten gezahlt werden kann. In Großbritannien und Irland, wo die deutschen Jugendlichen kein Visum benötigen, ist meist die Zahlung pro Trimester möglich. Zahlt man eine pauschale Programmgebühr (Modell A), kann mit der deutschen Beratungsagentur gegebenenfalls eine Ratenzahlung vereinbart werden, selbst wenn diese Möglichkeit nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erwähnt wird.

 

 

Rechnung der Privatschule bzw. der Agentur

 

Nach dem Erhalt der Rechnung der Schule (Modell B) empfiehlt sich eine sorgfältige Prüfung des Dokuments. Man sollte kontrollieren, ob alle Posten und Beträge korrekt und nachvollziehbar aufgeführt wurden und ob die Rechnung den Gesamtbetrag aufweist, den man kalkuliert hatte. Gerade bei hohen Rechnungssummen und Rechnungen, die in einer Fremdsprache und einer fremden Währung ausgestellt sind, ist eine ausführliche Durchsicht des Dokuments doppelt ratsam. Ähnliches gilt für den Erhalt der Rechnung der Beratungsagentur (Modell A). Es gilt zu prüfen, ob der Rechnungsbetrag mit dem vereinbarten Betrag übereinstimmt und ob eventuell abgemachte Zahlungstermine für eine Ratenzahlung berücksichtigt wurden. Unabhängig davon, ob die Rechnung von der Schule oder der deutschen Beratungsagentur stammt: Im Zweifelsfall sollte vor dem Begleichen nachgefragt und um eine Erläuterung gebeten werden. In der Theorie ist das eigentlich selbstverständlich, aber in der Praxis wird es erstaunlicherweise nicht immer so gehandhabt.

 

 

Kündigungsfrist

 

Spätestens zum Zeitpunkt des Erhalts der Rechnung macht es Sinn, sich noch einmal die Kündigungsfristen und die seitens der Schule bzw. Beratungsagentur akzeptierten Kündigungs- bzw. Rücktrittsgründe ins Gedächtnis zu rufen. Im Fall von Modell A gelten die von der Beratungsagentur in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen selbst festgelegten Rücktrittsfristen- und gründe.

 

Bei Modell B sind die Kündigungsgründe bzw. -fristen abhängig von der Schule bzw. dem Gastland. Während in Großbritannien und Irland eine Kündigung aufgrund der Zahlungsweise der Schulgebühren pro Trimester zu jedem "term" denkbar ist, beläuft sich die Kündigungsfrist in Nordamerika in der Regel auf ein Schuljahr. Bricht also in den USA oder Kanada ein Gastschüler seinen Aufenthalt nach dem ersten Monat z.B. aufgrund von Heimweh ab, obwohl er geplant hatte, ein Jahr zu bleiben, werden die bereits an die Schule gezahlten Schuljahresgebühren womöglich nicht erstattet. Sicherlich macht man die Entscheidung für eine Schule oder ein Gastland nicht an der Kündigungsfrist fest. Welche Möglichkeiten einem im Fall der Fälle offen stehen und ob es Kulanzspielräume gibt, sollte man jedoch wissen.

 

Je nach Höhe der zu zahlenden Schulgebühren, Dauer des Aufenthalts und Wahl des Gastlandes kann der Abschluss einer Schulgeldausfallversicherung interessant sein. Eine solche Versicherung kann beispielsweise über direkt mit der jeweiligen Gastschule kooperierende Versicherungsunternehmen mit Sitz im Gastland abgeschlossen werden.

 

 

 

Weitere Aspekte rund um das Thema Finanzen:

 

Ausgaben und Kosten - Schulgebühren - Finanzierung - Stipendien

 

JuBi - JugendBildungsmesse

Preisvergleich Internate

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Jugendliche und ihre Eltern können sich dort über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.

Ratgeber Auslandsaufenthalte

1. Das Handbuch Fernweh ist der umfangreichste Ratgeber zum Schüleraustausch. Es bietet neben vielen Insider-Tipps, Infos und Links auch Preis-Leistungs-Tabellen von High-School-Programmen für 18 Gastländer.

2. Handbuch Schulwelten. Der Ratgeber für Privatschulaufent-
halte weltweit. Mit übersichtlichen Service-Tabellen zu Privatschul-programmen in den Gastländern Großbritannien, Irland, USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Das Portal als Buch.

 

3. Handbuch Weltentdecker. Der Ratgeber für Auslandsaufenthalte. Mit übersichtlichen Service-Tabellen für Au-Pair, Freiwilligen-dienste, Gastfamilie werden, Homestay, Jobs, Praktika, Schüleraustausch, Sprachreisen, Studium, Work and Travel.

Interaktiv

Kontakt zu anderen Gastschülern: In der High School Community können sich Jugendliche über das Thema Gastschulaufenthalt austauschen und Antworten auf offene Fragen finden.

 

Im AuslandsForum stellen Austauschorganisationen und Agenturen ihre Programme vor und informieren über Neuigkeiten rund um einen Schulaufenthalt im Ausland.

Kochbuch als Gastgeschenk

 

Kitchen 2 Go Cover

 

Kochen mit den Mitschülern oder Gasteltern? Rezepte gibt es in Kitchen 2 Go, dem zweisprachigen Kochbuch mit Lieblingsrezepten von Jugendlichen für Jugendliche.

Stipendien

 

Weltbürger-Stipendien Logo

 

Auf der Suche nach Stipendien für einen Gastschulaufenthalt? Eine frühzeitige Recherche nach Schüleraustausch-Stipendien und WELTBÜRGER-Stipendien kann die eigenen Kosten senken helfen!