Freitag, 22. September 2017
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Wohnen bei einer Gastfamilie

Familienmitglied auf Zeit


 

Das Wohnen bei einer Gastfamilie kann je nach Wohnsituation, sozialen Verhältnissen und Gastland sehr verschieden sein. Viele Familien leben in einem Haus und können dem Gastschüler ein eigenes Zimmer, vereinzelt sogar ein eigenes Bad zur Verfügung stellen. Es kommt aber ebenso vor, dass man sich das Zimmer mit einem seiner Gastgeschwister teilt. In diesem Fall ist es notwendig, Absprachen zu treffen, wann Zeit und Ruhe für Hausaufgaben ist oder wann abends das Licht ausgemacht wird. Auch muss man sich als Gastschüler an die ungeschriebenen Regeln und Gesetze der Familie halten, vielleicht kleinere Tätigkeiten im Haushalt übernehmen oder seine eigene Wäsche selbst waschen. Es sollte selbstverständlich sein, Rücksicht auf die anderen Familienmitglieder und deren Bedürfnisse zu nehmen. Musik in voller Lautstärke, wenn der kleine Gastbruder schon schläft, oder langes Ausschlafen, wenn die Gastfamilie eigentlich ein gemeinsames Familienfrühstück angekündigt hatte, fördern nicht unbedingt das harmonische Zusammenleben. Umgekehrt muss man sich aber ebenso wenig alles gefallen lassen und sollte in Situationen der Unzufriedenheit ein klärendes Gespräch suchen. Kommunikation ist eben alles! Eventuell kommt es sogar ab und an zu kleineren Streitigkeiten, die zum menschlichen Miteinander dazugehören und nicht schlimm sind, solange man sich anschließend ausspricht und wieder versöhnt.

 

 

Gastfreundschaft als Geschenk betrachten

 

Als Gastschüler sollte man sich bewusst machen, dass es ein riesiges Privileg ist, von der Gastfamilie die Tür zu einer neuen Welt geöffnet zu bekommen und in den Familienalltag in einem anderen Land eingebunden zu werden. Für das Geschenk, dass fremde Menschen einen am Familienleben teilhaben lassen, kann man durchaus dankbar sein. Denn Gastfreundschaft ist keineswegs etwas Selbstverständliches. Folglich sollte man mit Forderungen und Beschwerden vorsichtig sein und natürlich die Familienregeln einhalten. Selbst wenn man sich zunächst einmal umstellen oder ab und zu auf die Zunge beißen muss, wird man lernen, sich anzupassen ohne sich zu verbiegen und wird sich langsam aber sicher einleben. Je besser man die Mitglieder der Familie kennenlernt, desto einfacher wird das Zusammenleben. Womöglich kann man sich nach einer Eingewöhnungsphase gar nicht mehr vorstellen, woanders zu wohnen.

 

 

Gastfamilienwechsel

 

Stellt ein Schüler fest, dass die Chemie nicht stimmt oder gibt es andere Probleme, die einen Verbleib bei der Gastfamilie unmöglich machen, kann die Familie gewechselt werden. Der Wunsch wird manchmal von der Gastfamilie geäußert, geht aber mehrheitlich vom Gastschüler aus. Oft merken beide, dass es einfach nicht funktioniert. Ein Wechsel lässt sich, außer in seltenen Notfällen, nicht von heute auf morgen organisieren, da zunächst eine neue geeignete Familie gefunden werden muss. Häufig macht es sogar Sinn, sich erst einmal ein paar Wochen Zeit zu geben, um sich besser kennen und verstehen zu lernen. Denn erfahrungsgemäß lösen sich viele anfängliche Probleme bei ausreichender Kommunikation und Anpassungsbereitschaft in Luft auf.

 

Im Vorhinein sollte man sich als Jugendlicher bewusst darüber sein, dass nicht jedes vermeintliche Problem auch ein Grund für einen Gastfamilienwechsel ist. Schließlich ist es zentraler Bestandteil der Auslandserfahrung, im Alltag auftretende Probleme zu lösen und nicht vor ihnen wegzulaufen. Die Zusammensetzung einer Familie, ihr sozialer Status sowie ihre ethnische oder religiöse Zugehörigkeit sind selbstverständlich keine Gründe für einen Wechsel. Solange die Familie um den Schüler ehrlich bemüht ist, ihn versorgt und ihm ein Bett zur Verfügung stellt, ist es egal, ob sie eigene Kinder hat oder nicht, ob sie aus der Ober- oder Unterschicht kommt, welche Hautfarbe sie hat oder ob sie Buddha verehrt, an Gott, mehrere Götter, Allah oder an gar nichts glaubt. Normalerweise ist auch die Unzufriedenheit mit den angebotenen Speisen, mit der Art und Weise der Freizeitgestaltung oder mit den Familienregeln kein ausreichender Grund für einen Gastfamilienwechsel. Ein Anrecht auf tägliche Filetsteaks, ein umfangreiches Ausflugsprogramm oder die Befreiung von Haushaltspflichten hat man als Gastschüler nämlich nicht. Hier gilt es, sich zu arrangieren und sich offen gegenüber Neuem und Anderem zu zeigen.

 

 

 

Alltag vor Ort im Gastland:

 

Einleben - Verhaltenstipps

 

Gastfamilienalltag - Internatsalltag - Wohnen im Internat

 

Kleidung und Schuluniform - Feiern

 

Schulsysteme und Schuljahr

 

Grafik Privatschueler im Unterricht

 

Spezielle Gastlandinformationen liefern Details rund um die Themen privates Schulsystem
und Schuljahresverlauf
.

 

Vielleicht doch lieber öffentliche Schule? Entscheidungshilfe: Programmvarianten im Schüler-
austausch
nach Gastland.

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