Freitag, 22. September 2017
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Dauer eines Privatschulbesuchs

Aufenthalte bis zu einem Schuljahr


 

Ein Privatschulaufenthalt, der nicht den Erwerb eines ausländischen Schulabschlusses vorsieht, hat die Dauer von circa drei Monaten bis hin zu einem Schuljahr. In Nordamerika bleiben Gastschüler meist für ein oder zwei Schulhalbjahre, in Ländern wie Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland für die gewünschte Anzahl an "terms". In Großbritannien und Irland sowie in Australien und Neuseeland ist das Schuljahr nicht in Halbjahre sondern in "terms" eingeteilt. Das britische und irische Schuljahr umfasst insgesamt drei, das australische und neuseeländische vier "terms". Manche Schüler entscheiden sich in diesen Ländern für einen kurzen Aufenthalt von etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Monaten Dauer, andere bleiben Deutschland zwei oder mehr "terms" fern.

 

Die Heimatschule kann Schüler für die Dauer von bis zu einem Schuljahr beurlauben. Dauert der Aufenthalt länger als ein Schuljahr, ist das Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes bzw. die entsprechende Bezirksregierung für die Beurlaubung zuständig.

 

Kurzaufenthalt oder ein ganzes Jahr?

 

Welche Länge des Aufenthalts die "richtige" ist, hängt stark mit den individuellen Vorstellungen des Jugendlichen und damit zusammen, was er sich selbst zutraut. Schülern kommt ein ganzes Schuljahr oft unvorstellbar lang vor. Sie sind unsicher, ob sie für einen so langen Zeitraum ihre vertraute Umgebung, ihre Familie und ihren Freundeskreis zurücklassen können. Es ist schon ein großer Schritt, sich überhaupt für einen eigenständigen mehrmonatigen Aufenthalt in der Fremde zu entscheiden, und da fällt es vielen erst einmal leichter, wenn der Zeitpunkt der Rückkehr nicht allzu weit entfernt scheint.

 

Fakt ist: Je länger der Aufenthalt dauert, desto intensiver und vielfältiger sind die gemachten Erfahrungen. Normalerweise brauchen Jugendliche mehrere Wochen bis einige Monate, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten, sich im Gastland zurechtzufinden und mit der Sprache und dem neuen Alltag vertraut zu werden. Und an diesem Punkt angekommen, heißt es bei einem Kurzaufenthalt schon wieder: zurück nach Deutschland. Dennoch ermöglicht bereits ein "nur" dreimonatiger Aufenthalt natürlich viele neue Erfahrungen, die niemand macht, der lieber gleich ganz zu Hause bleibt. Letztlich muss sich der Jugendliche mit seiner Entscheidung wohl fühlen. Häufig entschließen sich Schüler vor Ort im Gastland für die Verlängerung ihres Aufenthalts. Voraussetzung ist, dass die Gastschule, die Gastfamilie oder das Internat zustimmt.

 

Deutsche Schullaufbahn und Auslandsaufenthalt

 

In die Überlegungen bezüglich des "besten" Zeitpunkts und der "richtigen" Aufenthaltsdauer sollte auch die deutsche Schullaufbahn mit einfließen. Die Schulzeitverkürzung von neun auf acht Jahre bis zum Abitur in vielen deutschen Bundesländern hat für große Verunsicherung unter Schülern, Eltern und Lehrern gesorgt. Ein Gastschulaufenthalt ist aber im sogenannten G8-System auf jeden Fall möglich und in Bundesländern, die schon seit vielen Jahren "nur" zwölf Schuljahre haben, auch nicht unüblich. Schüler erhalten z.B. die Option, im Anschluss an die 9. Klasse – statt wie vorher im Anschluss an die 10. Klasse – ihren Auslandsaufenthalt durchzuführen und bei guten schulischen Leistungen nach der Rückkehr wieder in ihre alte Jahrgangsstufe zurückzukehren. Verständlicherweise gibt es Schüler, die sich in dem Alter noch nicht bereit für einen längeren Auslandsaufenthalt fühlen oder die sich einfach noch nicht mit dem Thema befassen möchten. Vielleicht haben aber auch die Eltern Bedenken, dass der genannte Zeitpunkt einfach zu früh sein könnte. Trifft dies zu, kann der Schüler auch nach Beendigung des ersten Halbjahrs der 10. Klasse oder – wie zuvor üblich – im Anschluss an die 10. Klasse ins Ausland gehen. In letzterem Fall setzt der Jugendliche ein Schuljahr im deutschen Schulsystem aus und steigt nach seiner Heimkehr dann in die Jahrgangsstufe unter sich wieder ein.

 

Ein frühzeitiges Gespräch mit der Heimatschule kann bei der Entscheidungsfindung hilfreich sein. Familien sollten sich aber nicht verunsichern oder vom geplanten Auslandsaufenthalt abschrecken lassen. Denn es scheint leider einige weiterführende Schulen zu geben, die seit der Einführung der Schulzeitverkürzung von (längeren) Gastschulaufenthalten abraten. Zu beachten gilt, dass die Jugendlichen, die das deutsche Abitur machen wollen, die 11. und 12. Klasse in Deutschland absolvieren müssen, da der behandelte Unterrichtsstoff dieser beiden Jahrgangsstufen abiturrelevant ist. Vorher kann Schülern seitens der deutschen Schule ein Aufenthalt im Ausland in der Regel nicht "verboten" werden.

 

Individuelle Entscheidung des Schülers

 

Unabhängig davon, wie die Entscheidung für den "passenden" Zeitpunkt und die "richtige" Dauer ausfällt: Der Jugendliche sollte hinter dieser Entscheidung stehen. Selbst wenn er nach einem ganzjährigen Aufenthalt im Ausland nicht in seine ursprüngliche Jahrgangsstufe zurückkehren könnte, würde es sich nie um ein "verlorenes Jahr" handeln, sondern um ein Jahr voller einmaliger Erfahrungen, die oft ein Leben lang prägen.

 

Gastschule kann über die Länge mit entscheiden

 

Ist der Jugendliche mit seiner Entscheidung im Reinen, kann es an die Auswahl der "passenden" Privatschule gehen. Je nach Gastland und Schule wird es nicht unbedingt möglich sein, die gewünschte Dauer zu realisieren. Insbesondere Boarding Schools, z.B. in den Vereinigten Staaten, nehmen vorzugsweise nur Schüler auf, die für ein ganzes Schuljahr oder für den Zeitraum bis zum Schulabschluss bleiben. Dies gilt vor allem für besonders renommierte Privatschulen, die es sich im Zweifelsfall leisten können, Schülern abzusagen. Ist ein kürzerer Aufenthaltszeitraum als ein ganzes Jahr angedacht, muss die Wahl also im Zweifelsfall auf eine andere Schule fallen. Oder man geht sofort den Weg, sich zu erkundigen, welche Privatschulen internationale Schüler problemlos für einen kürzeren Besuch aufnehmen. Sportbegeisterte Jugendliche, die es in die USA zieht und die sich für einen Halbjahresaufenthalt entschieden haben, sollten vorab in Erfahrung bringen, inwieweit sie die Möglichkeit haben, in die Sportteams der Schule aufgenommen zu werden. Es gibt einige Privatschulen (und öffentliche High Schools) z.B. in Florida oder Kalifornien, die Gastschüler nur im Fall von Ganzjahresaufenthalten die Aufnahme in ihre Sportmannschaften ermöglichen.

 

Weitere Aspekte für die Planung einer Bewerbung an einer Privatschule:

 

Voraussetzung und Aufnahmekriterien - Alter

 


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11.11.2017: JuBi Bochum
18.11.2017: JuBi Karlsruhe
18.11.2017: JuBi Muenster
25.11.2017: JuBi Regensburg

 

Jugendliche und ihre Eltern können sich auf der JuBi-Messe über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.
Interaktiv

Kontakt zu anderen Gastschülern: In der High School Community können sich Jugendliche über das Thema Gastschulaufenthalt austauschen und Antworten auf offene Fragen finden.

 

Im AuslandsForum stellen Austauschorganisationen und Agenturen ihre Programme vor und informieren über Neuigkeiten rund um einen Schulaufenthalt im Ausland.