Freitag, 22. September 2017
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Gemischte und Single-Sex Schools

Mädchenschule oder Jungenschule?


 

In Deutschland scheinen sie fast ausgestorben, die reinen Mädchen- und, wie sie früher genannt wurden, Knabenschulen. Vornehmlich im englischsprachigen Ausland und gerade im Privatschulbereich findet man sie jedoch (noch). In Australien und Neuseeland gibt es darüber hinaus vergleichsweise viele öffentliche "single-sex schools". Ihre Existenzberechtigung leiten die sogenannten monoedukativen Schulen nicht länger aus moralischen Gründen ab, sondern aus der Tatsache, dass mittlerweile vielfach wissenschaftlich erwiesen wurde, dass Mädchen und Jungen unterschiedlich lernen. Auf die wissenschaftliche Debatte näher einzugehen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Ein Argument der Befürworter ist, dass sowohl Mädchen als auch Jungen an getrennten Schulen eher aus den von der Gesellschaft vorgegebenen Geschlechterrollen ausbrechen und sich so womöglich mehr oder anderes zutrauen. Lehrer an reinen Mädchen- oder Jungenschulen können "versteckte" Talente der Mädchen oder Jungen wecken und fördern. Diskutieren lässt sich sicherlich über die Frage, ob sich heranwachsende Mädchen und Jungen an Gemeinschaftsschulen gegenseitig vom Unterricht und Lernen ablenken oder ob die allgemeine Lernbereitschaft gerade durch die Anwesenheit des jeweils anderen Geschlechts sogar positiv beeinflusst wird. Viele Schüler an "single-sex schools" empfinden es auf jeden Fall als angenehm, im Schulalltag "unter ihresgleichen" zu sein.

 

Deutsche Jugendliche und insbesondere männliche Teenager, die einen Auslandsaufenthalt planen, entscheiden sich mehrheitlich für den Besuch einer koedukativen Schule. Der Hauptgrund dafür ist vermutlich, dass sie es im deutschen Schulalltag nicht anders gewohnt sind und es sich schwer vorstellen können, ohne Vertreter des jeweils anderen Geschlechts zur Schule zu gehen. Auch hier gilt wieder, dass es sich letztlich um eine individuelle Präferenz und damit eine persönliche Entscheidung handelt. Die mögliche Angst, die ganze Zeit über nicht mit Jungen oder Mädchen in Kontakt zu kommen, ist unbegründet: Monoedukative Schulen haben häufig eine Partnerschule und kooperieren z.B. bei Theateraufführungen oder Schulbällen. Liegen die Schulen nah beieinander, können vereinzelte Kurse sogar "gemischtgeschlechtlich" stattfinden.

 

 

 

Rund um das Thema Privatschulen:

 

Schulprofile - Tagesschulen und Internate - Eliteschulen - Privatschul-ABC

 

JuBi - JugendBildungsmesse

Mädcheninternat

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Jugendliche und ihre Eltern können sich dort über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.

Interaktiv

Kontakt zu anderen Gastschülern: In der High School Community können sich Jugendliche über das Thema Gastschulaufenthalt austauschen und Antworten auf offene Fragen finden.

 

Im AuslandsForum stellen Austauschorganisationen und Agenturen ihre Programme vor und informieren über Neuigkeiten rund um einen Schulaufenthalt im Ausland.