Samstag, 25. November 2017
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Alltag bei der Gastfamilie


 

Unter dem Begriff "Alltag" lassen sich verschiedene Bereiche des täglichen Lebens wie der Tagesablauf, die Mahlzeiten, das Wohnen, die Kleidung und ähnliche Aspekte zusammenfassen. Entscheidet sich ein Schüler für den Besuch einer privaten Tagesschule und das Leben bei einer Gastfamilie, wird sich das, was er im Alltag erlebt, vom Alltag in einem Internat unterscheiden. Der Tag in einer Gastfamilie kann für gewöhnlich etwas individueller gestaltet werden als der Tag an einem Internat, der meist sehr strukturiert verläuft. Zudem gibt es natürlich "den einen" Alltag weder an Internaten noch an Tagesschulen und in Gastfamilien. Es gibt jedoch typische Alltagskomponenten.

 

 

Tagesablauf in einer Gastfamilie

 

Der Tagesablauf in einer Gastfamilie kann natürlich durchaus ähnlich zu dem Ablauf sein, der einem von zu Hause vertraut ist. Hat man Gastgeschwister, beginnt nach dem Aufstehen womöglich der Kampf um das Badezimmer. Vielleicht gibt es aber auch Abmachungen, wer wann aufsteht und wer wann das Bad nutzen darf. Die Schule beginnt in den meisten Ländern zwischen 8 und 9 Uhr morgens, sodass man sich im Anschluss an das Frühstück je nach Entfernung nur ein paar Minuten, vielleicht aber auch eine Stunde vor Unterrichtsbeginn auf den Weg machen muss. Je nach Gastland und Distanz wird der Schulweg zu Fuß, mit dem Schulbus oder dem Auto zurückgelegt. Das Fortbewegungsmittel Fahrrad kommt im Ausland viel seltener zum Einsatz als in Deutschland. In der Schule angekommen, folgt man seinem ganz persönlichen Stundenplan, denn in vielen Gastländern wird nicht im Klassenverband sondern im – oft jahrgangsübergreifenden – Kurssystem unterrichtet. Nach jeder Unterrichtsstunde wird also der Raum gewechselt und man trifft mit anderen Mitschülern zusammen. Wie viele Unterrichtsstunden man pro Tag oder Woche hat, hängt sehr vom Gastland aber auch von der Region und gegebenenfalls sogar von der Schule selbst ab. Der Schultag sieht mindestens eine längere Pause vor, wobei es sich in den Ländern, die bis in den (frühen) Nachmittag hinein unterrichten, dabei meist um die Mittagspause handelt.

 

Nach Schulschluss und möglicherweise der Teilnahme an von der Schule veranstalteten Nachmittagsaktivitäten geht es zurück in die Gastfamilie. Die Hausaufgaben werden meist vor oder im Anschluss an das Abendessen gemacht, der restliche Abend wird häufig im Kreis der Familie verbracht. Nicht selten ist dabei der Fernseher zentraler Treffpunkt. Es kann aber auch vorkommen, dass noch Besorgungen erledigt werden oder eine schulische Veranstaltung wie z.B. ein Sportwettkampf auf dem Programm steht. Je nach Gastland trifft man sich eventuell noch mit Schulfreunden. In manchen Gastländern ist das jedoch unter der Woche nicht üblich, da man sich in der Schule und bei Nachmittagsveranstaltungen ausgiebig sieht oder die einheimischen Schüler an Nachmittagen oder Abenden jobben. Seine Bettruhe kann man als Gastschüler in der Regel selbst bestimmen. Dabei sollte man aber Rücksicht auf die anderen Familienmitglieder nehmen und möglichen Bitten der Gasteltern nachkommen.

 

 

Tagesablauf am Wochenende

 

Ein Wochenende zu beschreiben, das für alle Gastfamilien und Gastländer typisch wäre, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Der Versuch soll gar nicht erst unternommen werden, da Wochenenden auf die unterschiedlichste Art und Weise ausgefüllt werden können, ja sogar jede Person ihre Vorlieben und vielleicht auch Wochenendrituale hat. Es kann vorkommen, dass seitens der Gastfamilie sehr viel Programm geboten und die Teilnahme an sämtlichen Aktivitäten wie Ausflügen, Familientreffen, Kirchgängen, Shoppingtouren, Hausputz oder Gartenpflege erwartet wird. Das mag anstrengend sein, ermöglicht zugleich aber viele Einblicke in das Leben im Gastland. Gerade in den ersten Wochen sollte man sich diesen Aktivitäten deshalb nicht entziehen. Es kann aber auch sein, dass man als Gastschüler insbesondere an den Wochenenden sehr viel freie Zeit hat, die man selbst füllen kann, ja sogar muss. Beschäftigt man sich gern eigenständig oder leben neu gewonnene Freunde in erreichbarer Nähe, ist das kein Problem. Ist man jedoch ein sehr aktiver Mensch und wohnt die Gastfamilie "weit ab vom Schuss", muss man ein wenig kreativ werden, um seiner Unternehmungslust nachgehen zu können. Denn sicherlich kann man weder der am Wochenende im Schichtdienst arbeitenden Gastmutter einen Vorwurf machen, noch dem von der stressigen Arbeitswoche geschafften Gastvater, der den Sonntag mit Vorliebe auf dem Sofa vor dem Fernseher verbringt. Eigeninitiative und Einfallsreichtum sind also gefragt!

 

 

Essen und Mahlzeiten in einer Gastfamilie

 

In jedem Land gibt es Familien, für die das Essen einen hohen Stellenwert hat und andere Familien, für die es primär dem Zweck dient, satt zu werden. Manche Familien essen regelmäßig zusammen und unterhalten sich währenddessen ausgiebig, in anderen Familien bedient man sich nach Lust und Laune selbst am Kühl- oder Vorratsschrank und sieht beim Essen fern. Einige Familien kochen täglich frisch, andere Familien greifen gern auf Tiefkühlkost, den Lieferdienst oder die Annehmlichkeiten von Schnellrestaurants zurück. Möglicherweise wird man also bei einer Gastfamilie leben, die ein ganz anderes Verständnis von Essen hat, als das, mit dem man selbst aufgewachsen ist. Hier gilt es, sich den Essgewohnheiten soweit möglich anzupassen und Ungewohntes zumindest zu probieren. Zugleich spricht nichts dagegen, den Supermarkteinkauf zu begleiten, ab und zu einen Wunsch zu äußern oder selbst eine Mahlzeit zuzubereiten.

 

 

 

Alltag vor Ort im Gastland:

 

Einleben - Verhaltenstipps

 

Internatsalltag

 

Wohnen bei einer Gastfamilie - Wohnen im Internat

 

Kleidung und Schuluniform - Feiern

 

Schulsysteme und Schuljahr

 

Grafik Privatschueler im Unterricht

 

Spezielle Gastlandinformationen liefern Details rund um die Themen privates Schulsystem
und Schuljahresverlauf
.

 

Vielleicht doch lieber öffentliche Schule? Entscheidungshilfe: Programmvarianten im Schüler-
austausch
nach Gastland.

JuBi - JugendBildungsmesse

Messe Privatschulen

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Jugendliche und ihre Eltern können sich dort über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.

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