Freitag, 22. September 2017
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Einleben im Ausland

Das (Über-)Leben in den ersten Tagen


 

Familie und Freunde wurden zurückgelassen, die Anreise ist geschafft, die erste Nacht überstanden, der Koffer mehr oder weniger ausgepackt. Langsam aber sicher wird einem bewusst, welche Herausforderung nun wartet: das Zurechtfinden und Einleben in einer völlig neuen Welt. Dazu muss man sich zunächst einmal aus dem Zimmer wagen. Und genau das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Unabhängig davon, ob man bei einer Gastfamilie oder im Internat lebt: zurückziehen gilt nicht! Selbst wenn bzw. gerade wenn man sich erschöpft und müde, traurig oder verunsichert fühlt, ja einen vielleicht sogar das Heimweh überkommt, sollte man versuchen, in die Offensive zu gehen.

 

 

Kontakt suchen und sprechen

 

Es ist wichtig, dass man den Kontakt zu den Mitgliedern der Gastfamilie bzw. den Mitbewohnern im Internat sucht. Dabei kann es passieren, dass man überrumpelt wird von großem Interesse und vielen Fragen, vielleicht fühlt man sich aber zunächst auch wie ein fünftes Rad am Wagen. Wahrscheinlich hat man zunächst das Gefühl, nur die Hälfte zu verstehen oder sich nicht verständlich ausdrücken zu können. Aber das ist ganz normal. Man muss sich nur trauen. Schon nach wenigen Tagen legt sich das Unbehagen, in einer zunächst noch ziemlich fremden Sprache zu kommunizieren. Es macht nichts, dass sich Grammatikfehler einschleichen oder man die falschen Vokabeln wählt. Von Bedeutung ist, dass man überhaupt spricht. Um mit der Sprache vertrauter zu werden, kann man über Gespräche hinaus gut die Möglichkeit nutzen, Zeitung, Magazine oder Bücher zu lesen, Radio zu hören oder Fernsehen zu schauen. So wird der Umgang mit der Sprache immer alltäglicher und leichter.

 

 

Angebote annehmen und sich mit der Umgebung vertraut machen

 

Gerade in den ersten Tagen und Wochen sollte man möglichst viele Gesprächs- und Freizeitangebote der Gastfamilie oder der Schule nutzen, auch wenn diese jenseits der bisherigen persönlichen Interessengebiete liegen. Internate veranstalten Kennenlerntreffen, Schulführungen, Stadttouren oder kleinere Ausflüge für neue internationale Schüler. Je nachdem wie stark eingebunden die Gastfamilie anderweitig ist, mag auch sie Zeit haben, einem den nächstgelegenen Ort zu zeigen oder zum besseren Kennenlernen gemeinsam etwas zu unternehmen. Außerdem kann man entweder auf eigene Faust oder zusammen mit den neuen Mitschülern das Schulgelände und die sich dort bietenden Freizeitmöglichkeiten erkunden. Die Neugierde wird einen vermutlich auch dazu bewegen, sich mit den Einrichtungen und Geschäften in der näheren Umgebung sowie mit den Angeboten im Supermarkt vertraut zu machen. Vielleicht kann man sich auch einfach der Gastfamilie oder den neuen Mitbewohnern zur Erledigung von Besorgungen oder zu einem Einkaufsbummel anschließen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, man muss sie nur nutzen.

 

 

Freizeitaktivitäten und Hobbys

 

Eine gute Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und sich zugleich von Heimweh, Anfangsnervosität oder Unsicherheit abzulenken, bieten Freizeitaktivitäten jeglicher Art. Das trifft nicht nur auf eigene langjährige Hobbys zu: Eventuell entdeckt man neue Talente an sich und verfällt der Begeisterung für eine bis dato unbekannte oder nie in Erwägung gezogene Freizeitgestaltung. Egal, ob man mit dem Gastvater zum Angeln fährt, bei der Foto-AG der Schule einsteigt, mit den Mitbewohnern Karten spielt oder Mitglied der Feldhockeymannschaft wird, der Effekt ist der gleiche: Man ist unter Leuten, kann sich austauschen und fühlt sich immer mehr wie zu Hause.

 

 

Kulturaustausch: Ein Stückchen Heimat importieren

 

Viele Einheimische werden Interesse daran haben, mehr über die Kultur und das Leben in Deutschland zu erfahren. Ganz praktisch kann das bedeuten, dass man zum Einstand im Gastland ein Gericht aus der heimischen Küche kocht oder einen Kuchen backt. Für eine lockere Atmosphäre können darüber hinaus ein paar deutsche Wörter oder Liedtexte sorgen, die der Gastfamilie oder den Mitschülern wie Zungenbrecher vorkommen werden.

 

 

Auszeiten gönnen

 

Obwohl man sich nicht verkriechen sollte, kann man nicht rund um die Uhr mit anderen Menschen zusammen sein. Um die vielen Erlebnisse verarbeiten zu können, sollte man sich bewusste Ruhephasen und Entspannung gönnen. Dabei ist es egal, ob man einfach nur die Gedanken schweifen lässt oder Tagebuch führt, seine Lieblingsmusik hört oder über das Schulgelände bummelt. So banal es klingen mag: Damit es einem in den ersten Tagen gut geht, sollte man auch auf seinen Körper hören. Ausreichend aber eben auch nicht zu viel Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten und ein wenig Bewegung an der frischen Luft stärken einen für die nächsten neuen Eindrücke. "Frisch" angekommen im Gastland wird der ein oder andere nämlich feststellen, dass die Zeitverschiebung zu merkwürdigen Schlafgewohnheiten führt, jeglicher Appetit verschwunden ist oder die ungewohnten Lebensmittel ein leichtes Unwohlsein verursachen. An Bewegung oder gar Sport will man jetzt gar nicht denken. Am besten versucht man, sich zu überwinden, seinen Körper zu überlisten und sich so schnell wie möglich dem Tagesablauf und Rhythmus vor Ort anzupassen. Dann fühlt man sich bald wohler.

 

 

Das neue Zuhause einrichten

 

Der allgemeine Wohlfühlfaktor lässt sich übrigens durch eine weitere simple Maßnahme steigern: das Einrichten der neuen vier Wände. Das Zimmer bei der Gastfamilie, das man eventuell mit einem Gastgeschwister teilt oder das Zimmer im Internat, welches man ziemlich sicher mit einem oder mehreren Mitbewohnern zusammen bewohnt, ist natürlich schon mit Möbeln ausgestattet. Es geht hier um die kleinen, persönlichen Dinge, die das Zimmer gemütlicher machen: Fotos, Poster, Lieblingskissen oder Kuscheltier (natürlich besitzt ein Jugendlicher so etwas offiziell nicht mehr; in der Ferne lässt es sich aber notfalls stillschweigend unter der Bettdecke verstecken), Bücher, Glücksbringer, Dekoartikel, Abschiedsgeschenke von Familie und Freunden – schon fühlt man sich in der neuen Umgebung wieder ein stückweit mehr zu Hause. Es fällt vermutlich leichter, sich auszubreiten, wenn man das Zimmer ganz für sich alleine hat. Aber nur Mut: Teilt man sich ein Zimmer, werden Gastgeschwister oder Mitbewohner im Internat dem Raum ebenfalls ihre persönliche Note verpassen – man muss sich nur einig darüber werden, was für den anderen erträglich ist und was nicht.

 

 

 

Alltag vor Ort im Gastland:

 

Verhaltenstipps

 

Gastfamilienalltag - Internatsalltag

 

Wohnen bei einer Gastfamilie - Wohnen im Internat

 

Kleidung und Schuluniform - Feiern

 

Tipp: Kommunikation

 

Icon Smiley

 

Im Kontakt mit den neuen Mitschülern oder der Gastfamilie wird es anfänglich sicherlich verschieden geartete "Fehltritte" geben.

 

Es ist daher ratsam, offen zu thematisieren, was einen beschäftigt und nicht zu verschweigen, was einen in der neuen Umgebung verunsichert.

 

Denn nur durch aktive Kommunikation lassen sich (inter)kulturelle Missverständnisse ausräumen und ein gewinnbringender Austausch anstoßen.

 

Erfahrungsberichte helfen, sich auf den eigenen Auslandsaufenthalt vorzubereiten.

JuBi - JugendBildungsmesse

Betreuung Internat

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Jugendliche und ihre Eltern können sich dort über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.

Beratung und Infos

Sie suchen unabhängige Beratung zu Privatschulprogrammen? Die Mitarbeiter von weltweiser beraten individuell.

 

Auf der Suche nach Stipendien für einen Gastschulaufenthalt? Eine frühzeitige Recherche nach Schüleraustausch-Stipendien und WELTBÜRGER-Stipendien kann die eigenen Kosten senken helfen!

 

Kochen mit den Mitschülern oder Gasteltern? Rezepte gibt es in Kitchen 2 Go, dem zweisprachigen Kochbuch mit Lieblingsrezepten von Jugendlichen für Jugendliche.

JuBi goes Europe
Youth Education & Travel Fair Logo

 

Informationen rund um das Thema Auslandsaufenthalte während und nach der Schulzeit gibt es auf der Youth Education & Travel Fair in Österreich und der Schweiz.

 

Die europäische Messereihe ist aus der JugendBildungsmesse JuBi hervorgegangen, die seit 2003 in Deutschland stattfindet.