Freitag, 22. September 2017
Privatschulen weltweit - Das Infoportal

Sie befinden sich hier: privatschulen-weltweit.de » Schulwahl » Rankings

Privatschul-Rankings

Nutzen und Grenzen von Schul-Ranglisten


 

Ranglisten oder Rankings, wie sie aus dem Englischen abgeleitet mittlerweile auch im deutschen Sprachraum heißen, sind allgegenwärtig. Der energieeffizienteste Kühlschrank, das sicherste Auto, die Sonnencreme mit dem höchsten UV-Schutz – es gibt sie alle. Während sich Faktoren wie Energieeffizienz, Verkehrssicherheit oder Sonnenschutz faktisch messen lassen, lässt sich die Qualität eines Kindergartens, einer Schule oder Hochschule nicht wirklich handfest bestimmen. Sicherlich gibt es Indizien, die zumindest vermuten lassen, dass eine Bildungseinrichtung bessere Lernvoraussetzungen schafft, als eine andere. Gute Lernbedingungen können, wie im Leitfaden bereits als Aspekt mit auf den Weg gegeben, durch kleine Klassen, intensive Betreuungsstrukturen oder eine moderne Ausstattung geschaffen werden. Die genaue Klassengröße, die Anzahl von Ansprechpartnern oder die Zahl zur Verfügung stehender Computer sagt aber noch nicht unbedingt etwas darüber aus, ob es sich um eine "gute" oder im Vergleich zu anderen Schulen gar um eine "bessere" Bildungseinrichtung handelt.

 

Schul-Rankings: Was man beachten sollte

 

Sollte man auf Rankings nicht verzichten wollen, ist es zum einen ratsam, mehrere Ranglisten miteinander zu vergleichen, da diese durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können. Führen mehrere inhaltlich vergleichbare Rankings, die jeweils auf der Grundlage eigenständiger Datenerhebungen erstellt wurden, zu ähnlichen Resultaten, ist die Aussagekraft höher. Zum anderen sollte man sich die Ergebnisse von Ranglisten nicht nur oberflächlich anschauen, sondern bei der Auswertung folgende Dinge berücksichtigen:

 

- Wie ist das Ranking betitelt? Ging es beispielsweise darum, die "besten" oder die "populärsten" oder die "traditionsreichsten" Privatschulen eines Landes zu ermitteln?
- Welche Faktoren wurden untersucht? Wurden objektive Daten wie z.B. durchschnittliche Klassengröße, Vielfalt des Fächerangebots oder ähnliches ermittelt? (Solche Angaben sagen z.B. nichts über die Qualität des Lehrpersonals oder die Lernbereitschaft der Schüler aus.) Oder wurde das Ranking auf der Grundlage subjektiver Kriterien wie z.B. Zufriedenheit und Wohlbefinden der Schüler erstellt? Sind sowohl objektive als auch subjektive Kriterien in die Untersuchung mit eingeflossen?
- Wie detailliert sind die Angaben? Wurde z.B. das akademische Angebot als Ganzes beurteilt oder wurden einzelne Fächer bewertet?
- Wie wurden die Daten erhoben? Stammen die Angaben von den Schulen selbst oder wurde von Außenstehenden beurteilt? Wer wurde befragt: Lehrer, Angestellte, Schüler, Eltern oder Ehemalige? Wurde eine repräsentative Gruppe befragt oder nur ein kleiner Teil (z.B. 50 von 1.000 Schülern)?
- Wie wurden die Untersuchungskriterien gewichtet (fällt z.B. bei der Beurteilung der Qualität der Schule ein neues Turnhallengebäude genauso viel ins Gewicht wie kleine Klassen im Fremdsprachenunterricht)?
- Basiert das Ranking auf aktuellen Angaben? Wie viel Zeit ist seit der Erhebung und der Veröffentlichung vergangen?

 

Schüler und ihre Leistung

 

Bei der Erstellung von Ranglisten spielt immer wieder auch die Leistung der Schüler eine Rolle. Wie viele Schüler erbrachten sehr gute Leistungen in bestimmten Prüfungen oder Fächern? Wie hoch war der Prozentsatz der Schüler eines Abschlussjahrgangs, der an einer namhaften Hochschule angenommen wurde? Die Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sind in Bezug auf die Ermittlung der Qualität von Unterricht und Lehre einer Schule jedoch mit Vorsicht zu genießen, u.a. da viele der Privatschulen selbst Aufnahmekriterien haben. Sie können über ihr Auswahlverfahren Einfluss darauf nehmen, dass vor allem leistungsfähige Schüler zu Schülern der Privatschule werden. Somit ist nicht notwendigerweise nur die Lehre an der Schule ausschlaggebend für das spätere gute Abschneiden, sondern womöglich bereits die selektive Auswahl einer motivierten und leistungsstarken Schülerschaft. Akademische Höchstleistungen müssen also nicht unbedingt Verdienst der Bildungseinrichtung sein. Umgekehrt können Unterricht und Lehre an einer Schule herausragend gut sein, die leistungsschwache Schüler aufnimmt und diese mehrheitlich zu guten, wenn eben auch nicht sehr guten Schülern macht. An dieser Schule schneiden die Schüler in Examen vielleicht "nur" gut und nicht sehr gut ab. Dafür sind der relative Erfolg und die Leistungssteigerung der einzelnen Schüler jedoch hoch.

 

Relevanz für die Schulwahl

 

Hat man sich Rankings beschafft, studiert und miteinander verglichen, ist letztlich die ehrliche Antwort auf folgende Frage von zentraler Bedeutung: Hat eines der Rankings bzw. haben die Ranglisten wirklich eine Relevanz für unsere Entscheidung bezüglich der Schulwahl? Bei der Auswertung der Rankings sollte nicht in den Hintergrund treten, dass es darum geht, eine "passende" Schule ausfindig zu machen. Und das muss eben nicht unbedingt die "beste" oder "populärste" oder "traditionsreichste" Privatschule eines Landes sein. Die Platzierung in einer Rangliste sollte für die individuelle Entscheidung nebensächlich sein. Jede private Schule hat über vergleichbare Kriterien hinaus ihre ganz eigenen Merkmale, die genau diese Bildungseinrichtung für einen Jugendlichen attraktiv und somit "passend" machen oder gerade nicht. Ganz unabhängig davon, ob Familien Rankings bei der Privatschulwahl zu Rate ziehen oder nicht: Das Erfassen von Daten für und die Veröffentlichung von Ranglisten kann sich positiv auf Bildungseinrichtungen auswirken. Im Idealfall wird der Ehrgeiz der jeweils Verantwortlichen geweckt, an Schwachstellen zu arbeiten, um beim nächsten Mal besser abzuschneiden. Ein Konkurrenzdenken kann den Wettbewerb der Schulen untereinander beflügeln und die Qualität in den unterschiedlichsten Bereichen sichern oder verbessern helfen.

 

 

Auswahl der passenden Schule, weitere Aspekte:

 

Schule und Lernumfeld - Lehre und Lernen - Aktivitäten außerhalb des Unterrichts - Betreuung, Beratung und Ansprechpartner - Boarding

 

JuBi - JugendBildungsmesse

Bildungsmesse

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Jugendliche und ihre Eltern können sich dort über Privatschulprogramme und andere Auslandsaufenthalte informieren.

Ratgeber Auslandsaufenthalte

1. Das Handbuch Fernweh ist der umfangreichste Ratgeber zum Schüleraustausch. Es bietet neben vielen Insider-Tipps, Infos und Links auch Preis-Leistungs-Tabellen von High-School-Programmen für 18 Gastländer.

2. Handbuch Schulwelten. Der Ratgeber für Privatschulaufent-
halte weltweit. Mit übersichtlichen Service-Tabellen zu Privatschul-programmen in den Gastländern Großbritannien, Irland, USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Das Portal als Buch.

 

3. Handbuch Weltentdecker. Der Ratgeber für Auslandsaufenthalte. Mit übersichtlichen Service-Tabellen für Au-Pair, Freiwilligen-dienste, Gastfamilie werden, Homestay, Jobs, Praktika, Schüleraustausch, Sprachreisen, Studium, Work and Travel.

Interaktiv

Kontakt zu anderen Gastschülern: In der High School Community können sich Jugendliche über das Thema Gastschulaufenthalt austauschen und Antworten auf offene Fragen finden.

 

Im AuslandsForum stellen Austauschorganisationen und Agenturen ihre Programme vor und informieren über Neuigkeiten rund um einen Schulaufenthalt im Ausland.

Beratung und Infos

Sie suchen unabhängige Beratung zu Privatschulprogrammen? Die Mitarbeiter von weltweiser beraten individuell.

 

Auf der Suche nach Stipendien für einen Gastschulaufenthalt? Eine frühzeitige Recherche nach Schüleraustausch-Stipendien und WELTBÜRGER-Stipendien kann die eigenen Kosten senken helfen!

 

Kochen mit den Mitschülern oder Gasteltern? Rezepte gibt es in Kitchen 2 Go, dem zweisprachigen Kochbuch mit Lieblingsrezepten von Jugendlichen für Jugendliche.